Freie Waehler ML informieren sich auf Franklin

25.04.2022 · Presse · ML im Gemeinderat

Pressemitteilung

Im Rahmen Ihrer Fraktion-für-Sie-vor-Ort-Reihe waren die Freien Wähler/Mannheimer Liste (ML) vor kurzem auf Franklin zu Gast, um mit Bürgerinnen, Bürgern und Initiativen ins Gespräch zu kommen und über Probleme und Missstände, aber auch über Ziele und Wünsche zur künftigen Entwicklung dieses "neuen" Stadtteils zu sprechen.

Zahlreiche Themen wurden dabei intensiv diskutiert und mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern besprochen. Die MWSP als verantwortliche Entwicklungsgesellschaft für den Stadtteil war durch Frau Dr. Petja Maesch als Projektleiterin vertreten, die einige Fragen auch direkt beantworten und klären konnte.

Wichtigstes Thema der neuen Bewohner ist der Bereich "Parken". Insbesondere die Beschränkung der Parkmöglichkeiten in einigen Wohnanlagen auf den Faktor 0,8 pro Wohnung wird als größtes Problem angesehen. Und auch die geplante Bewirtschaftung der öffentlichen Stellplätze stößt auf Skepsis bzw. Widerstand, da doch viele Familien und Berufstätige im Schichtdienst auf ein zweites Auto angewiesen sind. Hinzu kommt, dass ab Sommer das NTM seinen Schauspielbetrieb im ehemaligen Kino aufnehmen wird. Dann wird der jetzt schon gut belegte Parkplatz wohl nicht mehr ausreichen, um allen Besucherinnen und Besuchern einen Stellplatz anzubieten. Bezweifelt wurde auch, dass diese Gäste mit Fahrrad, Lastenrad oder ÖPNV anreisen werden. Und zu guter Letzt kommen im Laufe der nächsten Jahre ja noch zahlreiche Wohnanlagen hinzu, die ebenfalls weitere Autos und zusätzlichen Verkehr mit sich bringen werden. Nach Einschätzung der Teilnehmer müssen die Stadt und MWSP deshalb zusätzlich zu den angedachten Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum unbedingt auch über öffentliche Parkhäuser, sog. Quartiersgaragen nachdenken, um weiteren Unmut zu verhindern.

Beim Thema "Verkehr" sorgt die Äußere Erschließung des Gebietes, insbesondere die Kreuzung Waldstraße/Wasserwerkstraße für Gesprächsbedarf. Hier muss unbedingt nachgebessert werden, um für Fußgänger und Radfahrer – insbesondere für Lastenräder und Räder mit Kinderanhängern – bessere Bedingungen und Akzeptanz zu schaffen.

Die "Kinderbetreuung" ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Entwicklung des neuen Stadtteils die Planungen der Stadt und der MWSP überholt hat. Fehlende Betreuungsplätze und fehlendes Personal für die neu zu schaffenden Gruppen sorgen für Missstimmung in der Bevölkerung, können aber auch nicht kurzfristig gelöst werden.

Dagegen war Erleichterung darüber zu verspüren spätestens im Sommer ein "Nahversorger" sein Angebot in einer Container-Übergangslösung präsentieren wird. Ob dies ausreicht wird sich zeigen. Bedarf und Nachfrage sind nach Aussage der neuen Bewohner auf jeden Fall vorhanden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der neue Stadtteil Franklin gut entwickelt, dass aber zukünftig Gesprächs- und Handlungsbedarf insbesondere bei den Parkmöglichkeiten bestehen wird.