ML will "Schmuckstück Werderplatz" sanieren
"Bedauerlicherweise wurde die bereits vor mehreren Jahren angemahnte Sanierung des Werderplatzes mit dem Argument fehlender Finanzmittel ad acta gelegt", so Roy. Kein Verständnis zeigt die ML gegenüber der Tatsache, dass für andere "kulturelle Veranstaltungen", wie beispielsweise für Public Viewing zehntausende Euro ohne große Diskussion genehmigt würden. Dagegen habe die Verwaltung und die aus SPD, Grünen und CDU bestehende große Koalition im Gemeinderat kaum Geld für die wirklichen Kulturgüter Mannheims - beispielsweise die Sternwarte oder eben auch den Werderplatz - übrig.
Summe aus dem BBR-Budget
"Der Abriss des Collinistegs beweist, dass man ein Projekt immer wieder vorbringen und nachhaltig verfolgen muss, damit die Verwaltung endlich handelt", so Probst und Roy. Die Mannheimer Liste wird sich nun des Vorplatzes der Christuskirche annehmen, und möchte als ersten Schritt den anderen Parteien im Bezirksbeirat vorschlagen, eine Summe aus dem Budget für den Werderplatz bereitzustellen. "Immerhin hat der Bezirksbeirat 3000 Euro für die erfolgreiche Fialenaktion der Heilig-Geist-Kirche gespendet und könnte in der gleichen Größenordnung auch am Werderplatz tätig werden", schlägt Dr. Roy vor. Dazu kann die Christusgemeinde einen formlosen Antrag einsenden.
Auch in Bezug auf die Baustellengitter müsse schnellstmöglich etwas geschehen. Dabei spricht sich die ML für die Einbeziehung der Nachbarschaft und der Bürger aus. Roy: "Es kann nicht sein, dass der Oberbürgermeister stets Bürgerbeteiligung predigt, hier aber die am Werderplatz lebenden Bürger nicht mitsprechen dürfen und in einer Nacht- und Nebelaktion ein Schandfleck durch einen anderen ersetzt wird". "Auch der Bezirksbeirat muss bei der Gestaltung der Absperrung zur Elisabethstraße und zur Rathenaustraße mitreden", sagt ML-Bezirksbeiratssprecher Christopher Probst, der selbst Anwohner ist und ein großes Interesse an einem neuen, komplett sanierten "Schmuckstück Werderplatz" hat.


