Mannheim ohne Lobby in Stuttgart

13.05.2020 · Presse · ML im Gemeinderat

Pressemeldung: Wird das Uniklinikum abgehängt?

Für die Krankenhäuser stellt die Corona Krise große Belastungen dar. Es sind immense logistische Aufgaben zu bewältigen, die sich letztendlich auch in finanziellen Belastungen niederschlagen, die bisher nicht übersehen werden können. 

Die Bundesregierung unterstützt die Krankenhäuser mit finanziellen Mitteln, die jedoch leider auf die unterschiedlichen Strukturen der Häuser keine Rücksicht nehmen. Während Krankenhäuser der Regelversorgung mit der Bundesregelung teilweise nicht schlecht fahren, ist die Unterstützung der Krankenhäuser der Maximalversorgung deutlich unter dem Bedarf. 

In Baden-Württemberg hat die Landesregierung einen Rettungsschirm für die Universitätskliniken in Höhe von mehr als 600 Mio. Euro aufgelegt. Davon profitieren die vier Unikliniken in Tübingen, Heidelberg, Ulm und Freiburg. Die Uniklinik Mannheim ist in diesem Programm nicht enthalten. Bereits in der Regelförderung der Unikliniken spielt Mannheim eine untergeordnete Rolle. Das jährliche Defizit, zuletzt 32 Mio. Euro muss der städtische Haushalt schultern. Unter der aktuellen Regelung zur Krankenhausfinanzierung droht hier eine stetig steigende Belastung für die Stadtkasse.

Was nutzt der Landeszuschuss zur Buga 2023 in Höhe von 40 Mio. Euro, wenn der Haushalt alljährlich in gleicher Höhe die fehlende Landesfinanzierung der Uniklinik selbst ausgleichen muss? 

Die Sicherstellung unserer kommunalen Daseinsvorsorge ist mit höchster Priorität zu behandeln. Die Mannheimer Landtagsabgeordneten und die Landesregierung müssen umgehend die Belange der Gesundheitsversorgung für die Menschen ganz oben auf die Tagesordnung setzen. „Wir appellieren deshalb an die Landesregierung und die Landtagsabgeordneten hier unbedingt eine Gleichbehandlung herbeizuführen, um eventuell irreparablen Schaden vom Uniklinikum Mannheim abzuwenden“, so Prof. Dr. Achim Weizel.