Demokratie geht besser - Radschnellweg durch die Feudenheimer Au zerstört Natur

29.01.2019 · Presse · ML im Gemeinderat

PRESSEMITTEILUNG

"Demokratie geht anders, Demokratie geht besser und eine offene Bürgerbeteiligung fordert frühzeitige Transparenz und Information“,   so Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Achim Weizel.

Im Hauruckverfahren will die Verwaltung die Zustimmung des Gemeinderats zum umstrittenen Radschnellweg erwirken. Knapp 24 Stunden vor Beginn der Hauptausschusssitzung hat die Verwaltung den zuständigen Bezirks- und Stadträten/innen eine umfangreiche nichtöffentliche Studie mit dem Ziel der Zustimmung zum Radschnellweg durch die Feudenheimer Au zukommen lassen. Das von der Verwaltung bestellte Gutachten umfasst knapp 100 Seiten. Gegenüber den Bezirks- und Stadträten/innen ist dieses Vorgehen eine Missachtung derer der von Ihnen geleisteten ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit soll ein, so behauptet die Verwaltung, öffentliches Thema diskutiert und beschlossen werden. „Derartige Vorgehensweisen sind zusätzliches Wasser auf die Mühlen all jener, die das selbstherrliche Gebaren der Regierenden kritisieren“, so der stellv. Vorsitzende Holger Schmid. 

Der Radschnellweg durch die Feudenheimer Au führt zu starken Eingriffen in Natur und ökologische Systeme. Glücklicherweise sind wir klüger geworden und verzichten mit Blick auf Mensch und Natur auf die autogerechte Stadt. Aber auch der Fahrradverkehr muss sich den schützenswerten, natürlich gewachsenen Lebensräumen anpassen.

Nicht immer ist der vermeintliche kürzere Weg auch der bessere Weg. Es ist unverständlich, dass für Fahrradverkehr, der die Natur vor Schaden bewahren soll, Natur zerstört werden muss. Überdies ist längst bekannt, dass statt des geplanten Radschnellweges durch die Au ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternativen machbar sind. „Die vorgesehene Planung des Schnellwegs durch die Au lehnen wir als Fehlplanung ab. Eine Streckenführung entlang des Aubuckels oder der direkte Weg von Nord nach Süd zum Stadtzentrum sind für den Fahrradverkehr weitaus attraktiver“, so Prof. Weizel.