Gegen das Vergessen

21.11.2018 · Presse · Mannheimer Morgen

Wallstadt: IG lädt zu Feier / Gospel Celebration Choir singt

Um den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken, versammelten sich am Volkstrauertag auch in der Trauerhalle des Wallstadter Friedhof zahlreiche Besucher. Die Organisatoren der Interessengemeinschaft Wallstadter Vereine um die erste Vorsitzende Manuela Müller hatten darüber hinaus wieder das Ehepaar Perrti und Ina Hakola gewinnen können, das die Gedenkstunde musikalisch begleitete. „The Celebration Gospel Choir“ präsentierte zudem dem Anlass angemessene Lieder aus seinem Repertoire.

Stadtrat Roland Weiß (ML) erinnerte in seiner Ansprache für die Stadt Mannheim besonders an die Opfer von Terror und Gewalt, „denen ein Leben in Frieden und Wohlstand verwehrt bleibt.“ Er sei froh, dass so viele Besucher den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden hätten, „um den Volkstrauertag gemeinsam zu begehen.“ Bei über 60 Jahren Frieden drohten die Leiden beider Weltkriege in Vergessenheit zu geraten. „Es ist wichtig, die Erinnerung daran am Leben zu erhalten“, betonte Roland Weiß. „Wir müssen daraus unsere Lehren ziehen“, wie der Stadtrat unterstrich. Ein jeder sei dazu aufgefordert seinen Beitrag zu leisten. „Wir müssen wachsam bleiben, um die Werte unserer Demokratie zu verteidigen“, hob er hervor.

Es sei schwer, die richtigen Worte zu finden, meinte anschließend Anna-Maria Baltes. Ihre Gefühle seien sehr gemischt, wie die Pfarrerin der Petrusgemeinde eingestand. Da sei Traurigkeit, aber auch Fassungslosigkeit. Sie spüre blankes Entsetzen darüber, was Menschen einander antun könnten. Was für eine Verachtung gegenüber dem Leben spräche daraus. „Da ist aber auch Wut darüber, dass sich nichts gebessert hat“, so Baltes.

Noch immer würden Menschen Opfer sinnloser Gewalt. Den Abschluss fand die Gedenkstunde mit einer Kranzniederlegung an der Gedenkstätte des Friedhofs.