Politiker bewilligen 2,4 Millionen Euro

21.11.2018 · Presse · Mannheimer Morgen

Carl-Benz-Stadion Neuer Rasen, moderne Videoüberwachung

Am Ende waren gestern im Hauptausschuss die Mehrheiten für die Investitionen ins Carl-Benz-Stadion dann doch recht klar. Auch deshalb, weil die großen Fraktionen CDU und SPD das von der Verwaltung vorgesehene 2,4 Millionen-Euro-Paket ohne Abstriche mittrugen. Wenn Ende November noch der Technikausschuss zustimmt, bekommt das Stadion ein modernes Videoüberwachungssystem sowie einen neuen Rasen samt vorbereiteten Leerrohren für eine später zu installierende Rasenheizung. Außerdem werden Flutlicht- und Lautsprecheranlage verbessert.

„Wir können jetzt in die Tiefe der Debatte über bezahlten Fußball und die Finanzierung durch Steuergelder einsteigen und damit den Abend verbringen“, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), als er den Tagesordnungspunkt aufrief. Er betonte allerdings, dass die Stadt in ihrem Stadion für einen bespielbaren Rasen sowie Sicherheitsvorkehrungen sorgen müsse – und dass dafür die Maßnahmen notwendig seien.

Das sah auch Reinhold Götz (SPD) so. Es handle sich um das Stadion der Stadt Mannheim, „und wer dorthin geht, der wird den Sanierungsbedarf nicht bestreiten können“. Er verstehe es nicht, wenn diese Investition gegen andere ausgespielt werde. „Wir haben hier zuletzt 125 Millionen Euro für Schulsanierungen bewilligt, wir planen die Sanierung des Nationaltheaters, und diese 2,4 Millionen sind jetzt eben für den Sport.“ Claudius Kranz (CDU) betonte, wenn der SV Waldhof aufsteige, „dann müssen wir die Grundlage dafür schaffen, dass er in der dritten Liga im Carl-Benz-Stadion spielen kann.“ Auch Linke, Bürgerfraktion und Mannheimer Liste trugen die Pläne mit, Letztere votierte allerdings gegen den Ausbau der Lautsprecheranlage.

Grüne und FDP hatten lediglich für den neuen Rasen ihre Zustimmung gegeben, bei den anderen Punkten dagegenvotiert. „Es geht nicht um Erhaltung und Pflege des Stadions, sondern um das, was für den Profisport nötig ist“, kritisierte Dirk Grunert (Grüne). Der Profifußball solle seine Einnahmen nicht nur in Spielergehälter stecken, „sondern sich auch hier beteiligen“. Birgit Reinemund (FDP) sprach sich dafür aus, die Investitionen erst dann vorzunehmen, wenn der Aufstieg tatsächlich geschafft sei.