Servicebüro soll auf Dauer bleiben

17.10.2018 · Presse · Mannheimer Morgen

Waldhof: Bezirksbeirat spricht über Gemeinschaftszentrum

Kleiderkammer und Servicebüro sollen noch in diesem Jahr wieder ins Gemeinschaftszentrum Waldhof-Ost einziehen – als „Übergangslösung“. Das war schon vor der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats Waldhof klar. Aber während dieser Sitzung ging der kommissarische Jugendamtsleiter Peter Schäfer einen Schritt weiter: Man wolle „zwischenzeitlich ein Konzept erarbeiten“ – und die beiden Angebote sollten in dieses „neue Konzept überführt“ werden. „Vielen herzlichen Dank“ – das war die erste Reaktion von Bezirksbeirätin Gudrun Müller (Freie Wähler/Mannheimer Liste) auf die Ankündigung. Denn schließlich stand die Befürchtung im Raum, die Übergangslösung werde nicht auf Dauer greifen.

Beide Angebote waren Ende 2017 durch den bisherigen Träger Biotopia eingestellt worden, sehr zum Bedauern nicht nur der Bewohner und Bezirksbeiräte. Auch die geringfügig Beschäftigten, die sich um das Servicebüro und die Kleiderkammer gekümmert hatten, wurden arbeitslos. Die Fraktionen von CDU und ML/Freie Wähler hatten sich daraufhin in den Haushaltsberatungen dafür eingesetzt, dass beide Angebote der Beschäftigungsförderung fortgesetzt werden. Dafür wurden gemäß CDU-Antrag für 2018 und 2019 jeweils 30 000 Euro an Zuschüssen in den Haushalt eingestellt. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, eine zukunftsfähige Konzeption für das niederschwellige Angebot zu entwickeln. Nachdem nichts geschah, hakte der Bezirksbeirat im Juli nach und bat um Stellungnahme. Das ist jetzt geschehen.

Wunsch nach Bücherei

Auf der Suche nach einem neuen Träger ist die Verwaltung weitergekommen. Dem Vernehmen nach soll die Arbeiterwohlfahrt Interesse signalisiert haben. Wie berichtet, kann die AWO sich das vorstellen, wenn ihre tariflichen Bedingungen akzeptiert werden.

So sehr die Bezirksbeiräte den Neustart von Servicebüro und Kleiderkammer begrüßen – sie wünschen sich ein noch breiteres Angebot. Gudrun Müller erinnerte an die Zeiten, als es im Gemeinschaftszentrum noch eine Bücherei gab. „Das war eine tolle Sache“, die man durchaus wieder ins Auge fassen solle. Schließlich sei es wichtig, Kinder an Bücher heranzuführen. bhr