Streit um neue Beleuchtung

08.07.2017 · Presse · Mannheimer Morgen

Straßenlaternen Grüne und Freie Wähler uneins

Soll die Stadt zur Finanzierung neuer Straßenlaternen zusätzliche Schulden machen (wir berichteten)? Die Grünen und die Freien Wähler haben dazu gegensätzliche Positionen. Während die Grünen den von der SPD favorisierten Weg, trotz Neuverschuldungsverbot knapp 24 Millionen Euro für stromsparende LED-Lampen als zusätzliche Kredite aufzunehmen, unterstützen, zeigt sich die Mannheimer Liste von dem Vorstoß der Stadtverwaltung ähnlich wie die CDU "überrascht". "Wir verstehen nicht", so ML-Fraktionsgeschäftsführer Roland Weiß, "warum Oberbürgermeister und Kämmerer mit diesem Vorhaben wenige Monate vor den regulären Haushaltsberatungen kommen." Insgesamt will die Stadt ab 2018 in acht Jahren 43 Millionen Euro investieren.

Grunert: "Kredit sinnvoll"

Fraktionschef Dirk Grunert (Grüne): "Mit den eingesparten Strom- und Betriebskosten können wir den Kredit zurückzahlen. Sinnvoller kann man Kredite kaum einsetzen. Gut ist das Modell auch deshalb, weil es Raum für weitere Investitionen lässt." Seine Fraktions-Kollegin Gabriele Baier begrüßt die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente Systeme: "Mit dieser Maßnahme kann bis 2027 der jährliche Energieverbrauch um fünf Gigawattstunden reduziert werden, das entspricht einer Einsparung von gut 3000 Tonnen Kohlendioxid." Dies, so Baier, sei wichtig zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt.

Den Einsatz moderner Energiespartechnik begrüßen indessen auch die Freien Wähler. Auf die Laufzeit des Finanzierungsmodells gerechnet, sei der Aufwand indessen nicht so hoch, dass neue Schulden gerechtfertigt seien, findet Weiß.