Oststadt: Raumproblem Oststadttheater
Die Bezirksbeiräte der Mannheimer Liste (ML) in der Schwetzingerstadt/Oststadt, Christopher Probst und Dr. Ludovic Roy, "fordern eine rasche Lösung für die weiterhin ungelöste Raumproblematik des Oststadttheaters, das seine seit vielen Jahren im Mitzlaff-Bau der Kunsthalle genutzten Räumlichkeiten im Zuge des angedachten Kunsthallenneubaus verlassen muss", so die Botschaft einer Pressemitteilung. Wie die ML mitteilt, unterstützt sie die Bemühungen der Stadtverwaltung und des zuständigen Dezernenten Bürgermeister Michael Grötsch, einen für alle Seiten befriedigenden Kompromiss zu finden, mahnt jedoch "eine schnelle Lösung" an. In der Erklärung heißt es: "Eine Stadt wie Mannheim, die europäische Kulturhauptstadt werden will und sich als Leuchtturm der Metropolregion präsentiert, darf auf keinen Fall den Wegzug einer so renommierten und beliebten Bühne wie das Oststadttheater provozieren. Eine Stadt, die Kultur groß schreibt, muss die ganze Breite des kulturellen Spektrums aufweisen und konsequenterweise unterstützen und fördern." Dies gelte auch für ein Mundarttheater, das "identitätsstiftend und verbindend wirkt".
Nicht ausbluten lassen
Auf "völliges Unverständnis" stößt bei der ML das Verhalten der Gemeinderatsmehrheit, die, so der Vorwurf, sich einerseits Kultur auf die Fahnen schreibe, andererseits aber diejenigen Institutionen, die über die Grenzen Mannheims erfolgreich seien - beispielsweise das Oststadttheater und die zuletzt wieder international prämierte Bläserphilharmonie - "mit zum Teil fadenscheinigen Argumenten finanziell ausbluten lässt". Die ML kündigt an, die weitere Entwicklung bis zur Bezirksbeirats-Sitzung im März zu beobachten und sich vorzubehalten, bei dem öffentlichen Termineinen Unterstützungsantrag für das Oststadttheater einzubringen. Der werde den Gemeinderat auffordern, außerordentliche Mittel als Anschubfinanzierung für eine Neuansiedlung und somit Rettung des Oststadttheaters bereitzustellen.